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Kann ich mit Partnerprogrammen gutes Geld verdienen?
Immer wieder werde ich gefragt ob man denn von Partnerprogrammen leben kann? Das kann man nicht so in einem Satz beantworten. Es kommt darauf an welchen Partnerprogrammen Sie teilnehmen und wie hoch die Besucherzahl Ihrer Webseite ist.
Es gibt Partnerprogramme von Versicherungen oder Kreditvermittlung usw. Sie bekommen pro Abschluss eine Provision von bis zu 100€ und mehr. Das sieht sich gut an. Doch nicht jeder der auf ein Partnerprogramm klickt wird einen Abschluss tätigen. Rechnen Sie ruhig mit 1000 Besuchern bis einer dabei ist, der sich ernsthaft dafür interessiert.
Es gibt auch Partnerprogramme die nach “pro 1000 View” bezahlen. Hier sieht man schon die Eurozeichen in den Augen. Doch bei einem Preis von 9€ pro 1000 Views was diese Programme auszahlen, sind 1000 Besucher pro Tag eher ein Witz. Wenn Sie erst gerade damit anfangen Geld mit Partnerprogrammen zu verdienen, sollten Sie sich gut überlegen was Sie bewerben wollen und welche Partnerprogramme dazu passen. Ein Mix an Vergütungssystemen wäre am sinnvollsten.
Ein zusammenfassendes Ebook zum Thema Partnerprogramme im Internet
Das Ebook ist kostenlos und umfasst 33 Seiten
Partnerprogramme und Cookie
“Who stole the cookie from the cookie-box?”
“Wer hat den Keks aus der Keksdose gestohlen?” (ein amerikanisches Kinderspiel)
Jeder weiss, was ein Keks ist – und fast jeder mag diese Kalorienbomben gerne. Bloss das Wort – woher stammt das eigentlich? Nun, Keks ist eine Eindeutschung des englischen Wortes „cakes“ (Mehrzahl von Kuchen).
Was hat das alles mit Partnerprogrammen zu tun?
Im Zusammenhang mit Computern bezeichnet man als „cookie“ eine Datei, die auf dem Rechner des Benutzers abgespeichert wird. Wer immer dieses Cookie abgespeichert hat, kann immer wieder darauf zugreifen und dort Daten ablegen und einlesen, die für die Betreuung eines Seitenbesuchers immer wieder benötigt werden.
Ein Beispiel: Sie werden auf einer Internet-Seite nach Ihrem Namen gefragt. Nach Eingabe speichert diese Internet-Seite einen Cookie auf Ihrem Rechner ab. Wenn Sie weiter auf der Seite surfen, kann es vorkommen, dass Sie immer wieder mit Namen angesprochen werden – das geht, weil auf dem Seitentext auf einen Eintrag auf diesen Cookie zugegriffen wird.
Würden Sie dieses Cookie löschen, wären Sie schlagartig „namenlos“. So lange, wie Sie dieses Cookie nicht löschen, bleibt es auf Ihrem Rechner erhalten.. (Es gibt auch Cookies mit festgelegter Gültigkeits-Zeit, die werden von selbst inaktiv).
Also noch einmal – wo bleibt das Thema “Partnerprogramme“?
Nun, damit ein Partnerprogramm weiss, wer Sie sind und von wo Sie kommen, muss die Internet-Seite so ein Cookie auf Ihrem Rechner (oder dem Rechner Ihres Kunden) ablegen. Nur so funktioniert die Zuordnung, wenn ein Kunde über Ihren Link etwas kauft, dass Sie auch die Provision erhalten.
Ein Kunde (=Besucher Ihrer Seite), der auf seinem Rechner keine Cookies akzeptiert, kann mit seinem Einkauf auch nicht Ihnen zugeordnet werden, Ihre Provision ist also futsch. Aber seien Sie beruhigt: die meisten Shops funktionieren gar nicht ohne Cookies, der Besucher MUSS also Cookies zulassen, wenn er online etwas kaufen will.
Betrachten wir ein Beispiel “Geschenke die neidisch machen“
Wenn Sie in diesem Shop etwas einkaufen, muss sich das Programm ja merken, welche Waren Sie in den Warenkorb gelegt haben - und dazu muss diese Internet-Seite (der Shop) eben ein Cookie anlegen. Betrachten Sie sich am Ende den Warenkorb - die Angaben dort holt sich der Shop aus dem Cookie, der bei Ihnen gespeichert ist.
Probieren Sie mal aus, vorher das Anlegen von Cookies zu unterbinden - Sie werden bald merken, dass Sie dann eben nicht im Shop einkaufen können.
(Beim Firefox-Browser Version 3 geht das über “Extras” - “Einstellungen” - “Datenschutz” - und dann das Häkchen entfernen bei “Cookies akzeptieren” - vergessen Sie aber nicht, es wieder zu setzen nach dem Versuch)
Partnerprogramme und Deeplinks
Immer wieder hört man in Zusammenhang mit Partnerprogrammen den Begriff “Deep link” – oder auch “Deeplink” – was ist das? Wozu ist sowas gut?
Zunächst einmal ein Link – jeder – hoffe ich – weiss was das ist: Ein Hyperlink.
Hyperlink? Nun gut, es ist der Verweis aus einem Dokument auf ein anderes im Internet.
Früher, in Zeiten, als es noch kein Internet gab, kannte man „Fussnoten“ oder „Querverweise“ in Büchern – nichts anderes sind Hyperlinks im Internet, nur, dass durch Klicken auf so einen Hyperlink sofort das markierte Dokument gefunden und gelesen werden kann.
Was ist nun ein Deeplink? Hier wird nicht nur generell auf ein Dokument verwiesen, sondern auf eine konkrete Seite, auf ein konkretes Produkt, eine konkrete Information.
So ist dies ein normaler Hyperlink: HIER KLICKEN
Während DIES ein Beispiel für einen Deeplink ist.
Im ersten Fall wird auf die Startadresse einer Internet-Präsenz verwiesen. Im zweiten Fall wird direkt auf einen bestimmten Artikel innerhalb einer Präsenz verwiesen.
Welche Anwendung haben wir nun im Zusammenhang mit unserem Blog-Thema: Partnerprogramme?
Zum Beispiel wäre es ein Hyperlink, wenn auf das Partnerprogramm Superklix verwiesen würde.
Ein Deeplink wäre es, wenn auf ein spezielles Angebot dieses Anbieters verwiesen würde.
Beachten Sie - und dies ist ein Beispiel für einen Deeplink, die rechtlichen Gefahren, die so ein Deeplink bedeutet. Ganz kurz herausgegriffen: Sie haften natürlich für Links, die Sie ausgebracht haben – egal, auch wenn Sie diesen lächerlichen Disclaimer übernommen haben, wo es um das Landgericht Hamburg geht. Sie haften allerdings erst ab KENNTNIS, dass etwas faul ist mit Ihren Links, also wenn Sie jemand informiert hat, dass Ihr Link auf ein illegales Dokument verweist. Dann allerdings müssen Sie schnellstens reagieren. Besser ist es immer, größte Sorgfalt walten zu lassen!
Im Marketing-Bereich müssen Sie sich darüber keine allzu großen Sorgen machen, jedenfalls so lange nicht, wie Sie die „Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes“ walten lassen. Verlinken Sie nicht auf Sexportale oder Glücksspiele, schon gar nicht als Deeplink – das birgt das Risiko, dass durch neue Rechtsprechung etwas illegal wird, was vorher ganz normal war. Sie wären dann in der Pflicht, alle Links zu überprüfen und zu korrigieren – ein Aufwand, der für die meisten Kleinunternehmer schier übergroß ist.



