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    Artikel-Schlagworte: „AGB“

    AGB und Partnerprogramme

    agb

    Hin und wieder findet man spassige Disclaimer oder AGBs. Einer der am weitesten Verbreitete ist der hier:

    “Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - “Haftung für Links” hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von den verlinkten Seiten.”

    Wie in (der Artikel muss für eine kurze Zeit herausgenommen werden) erläutert, hat das Landgericht Hamburg im zitierten Urteil genau das Gegenteil dessen ausgesagt, was da immer herangezogen wird.

    Warum nun müssen wir uns als kleine Krauter damit herumschlagen?

    1. wenn Sie einen Link setzen, und sei es auf eine Werbeseite, dann sind Sie  selbstverständlich dafür verantwortlich und auch haftbar – egal, was Sie in Ihrem Disclaimer geschrieben haben.

    2. Sie haben sich bei einem Partnernetzwerk angemeldet – dieses hat seine AGBs (Allgemeine Geschäftsbedingungen) – und diese AGBs müssen Sie akzeptieren, sonst können Sie nicht  teilnehmen.

    3. Die Merchants haben auch wieder ihre AGBs, die die Zusammenarbeit mit Ihnen  als Werber regeln.

    Alle 3 Gesichtspunkte sind erheblich und können sehr wichtig werden – und im Falle eines Verstoßes auch teuer.

    Zunächst einmal lassen Sie sich

    zu Punkt 1. empfehlen, dass Sie einen „Disclaimer von der Stange“ nehmen – sich selbst einen vom Anwalt verfassen zu lassen ist teuer und birgt immer das Risiko, dass er nicht vollständig ist oder durch neue Urteile nicht mehr gültig ist. Ich nenne nur mal 2 Quellen, aus denen Sie schöpfen können.  Erecht24 und, noch einfacher, weil einfacher einzubinden, Disclaimer.

    Zu Punkt 2 ist zu empfehlen, dass Sie alle  Punkte der AGBs in aller Ruhe durchlesen. Denn Sie haben  nichts davon, dass Sie werben wie verrückt, und danach erhalten Sie kein Geld, weil Sie gegen  eine der Bestimmungen verstoßen haben. Meist werden Selbstverständlichkeiten ausgeschlossen, wie das Werben auf fremdenfeindlichen, gewaltverherrlichenden etc. Seiten.

    Und bei Punkt 3 kommt noch hinzu, dass Sie beachten müssen, wer Ihre Links drückt. Wenn Sie selbst etwas bestellen,  bei einem Merchant, über Ihren eigenen Link, dann schließt mancher Merchant genau dieses aus. Die Folgen können fatal sein – einerseits kann Ihre Partnerschaft gekündigt werden, zum anderen werden Sie kaum Ihre Provision erhalten.

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